Zeitumstellung – was du als Coach berückichtigen musst
Zeitumstellung – warum sie für viele ein Horror ist
Jedes Jahr wieder kommt die Zeitumstellung – so überraschend wie Weihnachten. Für einige ist sie kein Problem, für andere echter Stress. Besonders aus chronobiologischer Sicht gilt die Zeitumstellung für viele Menschen als „Horror“.
Doch warum ist das so – und was bedeutet es für Coaches und Berater:innen, die mit Menschen arbeiten, deren Schlaf und Leistungsfähigkeit davon betroffen sind?
Der biologische Rhythmus interessiert sich nicht für UNSERE Uhr
Unser Schlaf-Wach-Rhythmus ist genetisch verankert. Er folgt nicht der Uhrzeit, sondern der inneren biologischen Uhr. Deshalb reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf die Zeitumstellung:
- Frühtypen kommen meist besser klar.
- Spättypen haben es deutlich schwerer, weil ihr natürlicher Rhythmus ohnehin später liegt.
- Besonders betroffen sind Menschen mit festen Arbeits- oder Schulzeiten.
Warum ist die Zeitumstellung für Spättypen schwieriger als für Frühtypen? Weil Spättypen genetisch bedingt später müde und später wach sind – die Uhrumstellung zwingt sie noch weiter weg von ihrem natürlichen Rhythmus. Gewöhnung beseitigt das Problem nicht, sie ist nur ein Versuch des Körpers einen Weg zu finden, die Belastung auszuhalten.
Folgen der Zeitumstellung – mehr als nur Müdigkeit
Die Verschiebung der Uhrzeit wirkt sich auf viele Lebensbereiche aus:
- Konzentration & mentale Fitness sinken.
- Ernährungsgewohnheiten geraten durcheinander.
- Kinder & Jugendliche sind besonders betroffen, weil Schule früh startet.
Im Herbst ist die Umstellung meist leichter, im Frühjahr deutlich schwieriger. Gerade Schüler:innen und Berufstätige brauchen in dieser Phase besondere Rücksicht.
Was Coaches und Berater:innen tun können
Viele Menschen fühlen sich in der Zeitumstellung „falsch“, vor allem Spättypen. Hier sind Coaches gefragt, um zu entlasten und Mythen zu entkräften.
- Normalität betonen: Spättypen sind nicht „unnormal“. Sie ticken einfach anders – genauso wie jemand Schuhgröße 43 hat.
- Selbstzweifel abbauen: Dogmen wie „nur Frühaufsteher sind erfolgreich“ gehören in die Tonne.
- Individuelle Strategien entwickeln:
- ABC-Analyse: sofort machbare Maßnahmen (A), flexible Anpassungen (B), Unveränderbares akzeptieren (C).
- Licht gezielt einsetzen, um den inneren Rhythmus zu stabilisieren.
- Kleine Schritte statt Perfektion.
Welche Tipps helfen gegen Probleme bei der Zeitumstellung? Akzeptanz des eigenen Chronotyps, gezielter Lichteinsatz, kleine realistische Anpassungen – statt Perfektion oder Dogmen wie den „5 Uhr Club“.
Chronobiologie und Coaching – warum Wissen entscheidend ist
Kognitive Verhaltenstipps bei Schlafstörungen sind wichtig – aber ohne Verständnis für Chronobiologie und Lichtsteuerung bleiben sie unvollständig.
Deshalb ist es für Coaches und Berater:innen ein Gamechanger, sich mit Chronotypen und innerer Uhr auseinanderzusetzen. Genau das ist Kernbestandteil der Chrono-Coach-Ausbildung der SleepMaster Academy – die erste Ausbildung ihrer Art in Deutschland.
Welche Rolle spielt Chronobiologie im Coaching? Sie erklärt, wie individuelle Gene, Chronotyp und Licht den Schlaf steuern – und macht Coaching damit effektiver.
Fazit: Zeitumstellung braucht mehr Sensibilität
Die Zeitumstellung ist für manche ein kleiner Übergang, für andere echter Stress. Coaches können hier viel bewirken:
- durch Verständnis für individuelle Unterschiede,
- durch das Entkräften von Mythen,
- und durch konkrete Tipps, die den Alltag erleichtern.
Denn am Ende gilt: Nicht wir passen die innere Uhr der Zeit an – sondern wir lernen, klug mit der Zeitverschiebung umzugehen.
Weiterführende Links:
- SleepMaster Academy – Chrono-Coach-Ausbildung: https://shop.sleepmasteracademy.com/products/chronocoach%C2%AE
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) – Infos zu Schlaf & Gesundheit: https://www.kindergesundheit-info.de
- IfADo – Chronotyp und Arbeitsforschung: https://www.ifado.de/de/chronotyp
